Wir sind alle Mutanten

Wir sind die, die verstanden haben, dass das Netz eine große Chance ist, dass es uns verbindet und dass es überall ist und dass das gut so ist.

Wir sind die, die begriffen haben, dass man sich gegen das Netz nicht wehren kann, denn es ist da, überall. Wir können es nur nutzen, klug und engagiert. Unterdrücken kann man es nur mit Gewalt und Gewalt lehnen wir ab.
Wir sind die, die den Anderen immer wieder zu erklären versuchen, dass das Netz gut ist, dass es eine Chance ist, für uns alle. Wir sind die, die die Anderen dafür gewinnen wollen, mit dem Netz Bildung zu vereinfachen, medizinische Betreuung zu verbessern und wir wollen helfen mit dem Internet Kontakte zu knüpfen. 
Aber wir sind auch die, die immer wieder Scheitern. Weil die Menschheit Angst vor dieser Neuerung hat. Sie befürchten es könnte sie durchleuchten, das Netz oder es könnte sie terrorisieren oder dabei helfen es zu tun oder sie könnten die Kontrolle verlieren, über das Leben oder ihren Beruf oder ihren Staat.
Wir sind so wie die X-Men der Gesellschaft. Nur eben nicht mit Mutanten, sondern mit dem Internet, nicht in einem Comic, sondern in echt. 
Wir werben friedlich für die Aufgeschlossenheit, die man neuen Dingen entgegenbringen muss. Wir lehnen, so verlockend das manchmal sein mag, Arroganz ab, weil Arroganz Gräben schlägt wo wir Brücken brauchen. 

Wir wissen, dass das Internet gewinnen wird, weil es ohnehin schon überall ist. Aber wir wollen, dass alle mitmachen, weil es besser ist, wenn alle mitmachen. 

Die Häme und Arroganz und Wut Vieler, die die Entwicklung ebenfalls sehen, ist verständlich. Sie sind enttäuscht und sie wissen auch, dass das Netz gewinnen wird. 
Aber Wut ist uns kein soziales, demokratisches und legitimes Handlungsmotiv. Wut wäre viel zu einfach. 

Wir sind die X-Men des Internet, wir werden weiter für das Verständnis der Menschheit kämpfen. Die Gesellschaft muss begreifen, dass das Netz etwas Wunderbares ist. Wir wollen die Menschheit mitnehmen, sie begeistern, anders geht es gar nicht, in Frieden. 


Der hier vorzufindende Pathos ist beabsichtigt.