Die Scheiße haftet Euch an, liebe FDP!

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Die FDP war für mich stets unwählbar, aber wenigstens war sie streitbar. Genau seit heute ist sie untragbar.  

Es ist nichts besonderes, dass Menschen sich falsch verhalten, auch nicht, dass sie sich sehr falsch verhalten. Menschen sind oft scheiße. Rainer Brüderle hat sich, wie gestern im Stern berichtet wurde, falsch verhalten. Sehr falsch, sehr scheiße. Offensichtlich hatte er getrunken. Seinem Umfeld war sein unpassendes Verhalten peinlich. Man zeigte sich loyal und entfernte ihn aus der Situation.  

Nun ein Jahr danach kommt das Verhalten ans Licht. Ob der Zeitpunkt der  Veröffentlichung reine Kalkulation war, ist eine Debatte aus der Kategorie „Gibt es Kampagnenjournalismus?“. Diese Debatte gehört hier nicht hin. 

Was wir offensichtlich brauchen, ist eine Debatte um Würde und Respekt und um Sexismus und darüber, dass die ersten beiden Dinge in unserer Gesellschaft für alle Menschen unveräußerlich sind und letzteres inakzeptabel, wenn auch unbestritten existent, ist.  Vollkommen egal ist, ob die Vorfälle 8 Stunden oder 50 Wochen in der Vergangenheit liegen.  Anne Meiritz  und Laura Himmelreich haben deutlich gemacht, was viele wussten, sich aber nicht zu sagen trauten: Sexismus ist da! Das ist schon schlimm genug. Problematischer wird es, wenn Sexismus tabuisiert wird und höchst problematisch wird es, wenn die Belästigten in einem wie auch immer gearteten Abhängigkeitsverhältnis zu den Sexisten stehen.

Die Debatten um Kampagnenjournalismus und sexistische Übergriffe werden jetzt,  aus Gründen von Strategie  und Ablenkung seitens der FDP, genauer von Wolfgang Kubicki und zudem massiv im Netz (bspw. FDP-Liberté), miteinander vermischt. Das ist schlicht perfide und asozial.  

Wo ist Brüderle, der sich entschuldigt oder dementiert, wenn er sich zu unrecht angegriffen fühlt? Wo sind die „Liberalen“ , die doch so sehr für Bürgerrechte und Freiheit stehen wollen?  

Sie marschieren stramm von der politischen Irrelevanz in die Endzone der poltischen Abscheulichkeit, in dem sie nun der Journalistin Kalkül und Hetze vorwerfen.

Sicher ist, dass das Problem Sexismus nicht nur in der FDP existiert.  Aber die Scheiße ist jetzt bei der FDP aufgeschlagen. Selbst damit herumzuschmeißen entfernt den Gestank nicht.  

Gehirnstrom abschalten

Erst wenn die letzte App geupdatet, das Bild gealterter Füße hochgeladen ist, werden wir merken, dass man mit Instagram nicht auf den Mond fliegen kann.

Wir versuchen uns mit dem Bild unserer Füße, dass wir irgendwohin laden, in einer Welt zu verorten, deren Eindruck von Haltlosigkeit auf uns kaum Grenzen kennt. Es ist der Versuch einer Ortsangabe, um vor denen anzugeben, von denen wir hoffen, dass es sie interessiert. „Hier stehe ich, jetzt, in diesem Augenblick!“ sagen diese Bilder; einen Zusammenhang, einen Kontext für den Betrachter ergeben sie nicht. Worauf und wofür wir stehen, das wissen wir meistens nicht. Wir folgen Impulsen und Pushnachrichten, die uns Displays entgegenzeigen. Die Meisten, die unsere Statusmeldungen sehen, kennen wir nur vom Sehen, wissen wo sie waren und vielleicht noch welches Buch sie letzte Woche gemocht haben. Aber wir wissen nicht, was sie unsicher macht, wenn sie mit sich allein sind, denn das postet kaum einer. Wir lachen über Witze die uns aus Amerika in den Zeitstrahl unserer Aufmerksamkeit gespült werden, haben aber keine Ahnung wie die Wälder Neuenglands aussehen, wenn sie nicht durch einen Instagram-Farbfilter gedrückt wurden. Im Gewitter tausender Informationen wird es besonders etwas zu begreifen. Den Wunsch Erfahrungen zu machen, bewahren wir uns für die 25 Urlaubstage auf, die uns das Geld verdienen lässt.

Wir flirten im Netz, stupsen uns an und zeigen wie wir aussehen, wenn wir 10km gelaufen sind. Wir posten, dass wir Musik hören und manchmal posen wir sogar damit welche wir hören; dann wenn wir glauben, dass sie etwas darüber sagt, wer wir sein wollen. Durch das von uns ständig selbst optimierte Online-Selbst, dass wir durch tausende Denkschleifen von dem getrennt haben, was ungefiltert in uns herumschwirrt, wird die tragische Fallhöhe zwischen gepostetem Workout und gewöhnlichem Waschbärbauch immens. Es ist immer schön wenn es schön ist und noch schöner ist es, wenn es außergewöhnlich schön ist. Bilder von kotzenden Kindern und Nasenbluten lädt keiner hoch. Wie schwer wird das Ausziehen des Unterhemds, wenn die vielen Laufapp- Meldungen zwar wahr sind, aber nicht die gewünschte Wirkung hinterlassen haben. Denn irgendwann musste man die ganze Musik und die Bilder, die Apps, die Restaurants, die Bücher, die Drinks, die Artikel, die Filme, die Tweets und Süßigkeiten ja konsumieren über die alle anderen irgendwo kommunizieren. Das geht alles so schnell und man könnte bald nicht mehr wissen worum es geht, dann wäre man nur Zuschauer beim Surfen auf der Popkultur-Produkt-Medienwelle.

Es bleibt zu hoffen, dass wir uns oft genug schütteln und den den Blick nach draußen richten, weg vom Facebook und dem Display. Der Kopf muss manchmal hoch- und das Herz in die Hand genommen werden.Es ist bestimmt schön, wenn die Beine einfach mal laufen, unkoordiniert und irgendwohin. Oder?

Foto under cc by debauer

Die “Zu wenig Aufmerksamkeit” Regel

Wenn sich ganz viel von ganz wenig im Hirn mit Frustration und Nicht-geliebt-werden paart, weil man es nicht ins Fernsehen, sondern nur zu meedia.de geschafft hat, wo man zwar viel schreiben darf, aber eben kaum selbst Denken kann, weil der Durchlauf dafür viel zu schnell ist, dann führt das zu massiver Frustration bei den Autoren, welche wiederum zu Missgunst führt, die sich in Herabsetzung derer äußert, welche es ins Fernsehen geschafft haben. Ein Beispiel? DA!

Von Bussen und Suchmaschinen

Am Mittwoch verabschiedete das Bundeskabinett ein Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse im Internet. Man möchte der Bundesregierung fast gratulieren, schließlich hat sie überhaupt mal etwas auf den Weg gebracht. Wäre es doch nur nicht so ein Mist - inhaltlich wie politisch.

Das „Leistungsschutzrecht für Presseverleger“ ist ein erneuter Beweis – als ob es den bedurft hätte! -, dass die Bundesregierung zunehmend als ausführender Arm wechselnder Lobbygruppen agiert. Das Gesetz ist formuliert, der Streit darüber tobt weiter – nicht nur im Netz.

Springer-Medien können titeln: „Leistungsschutzrecht gut! Bundesregierung gut. Alles gut!“ Die Geschichte des Gesetzes wirkt wie ein Streit zwischen Schwimmbadbetreibern und Busunternehmern. Man stelle sich vor, Schwimmbadbetreiber beklagten sich beim Bürgermeister: „Die Busunternehmer machen jeden Tag Riesengewinne. Und jetzt machen sie auch noch Werbung mit unseren Bädern, damit noch mehr Menschen Bus fahren.“

Die Farce an der Geschichte ist nun, dass der Bürgermeister nicht etwa sagt: „Liebe Schwimmbadbetreiber, aber ohne die Busse würden doch viel weniger Menschen in eure Bäder kommen. Wenn ihr klug gewesen wärt, dann hättet ihr selber Busshuttle angeboten!“ Nein, der Bürgermeister lässt sich von den Schwimmbadbetreibern einspannen und erlässt ein Gesetz, welches die Busunternehmer verpflichten soll, Gelder an die Schwimmbäder zu zahlen, wenn sie weiter ihre Gäste befördern wollen.

Ob danach jemals wieder ein Bus an einem Schwimmbad hielt bliebe abzuwarten. Den Bürgermeister interessiert es nicht, er hat nun freien Eintritt. So ähnlich klingt die Geschichte zum Leistungsschutzrecht, deren vorläufig letztes Kapitel nun vom Bundeskabinett geschrieben wurde. Das Gesetz basiert auf der Idee von Christoph Keese, Sprecher der Springer Verlagsgruppe, der erst seinen Verlag und dann den deutschen Verband Deutscher Zeitschriftenverleger davon überzeugt hat, den Suchmaschinenbetreiber neue Grenzen zu setzen. Urheber, in diesem Fall Verleger, sollen davor geschützt werden, dass Suchmaschinen ihre Inhalte zusammenführen und daraus Profit schlagen

Das klingt ja durchaus sinnvoll, aber es ist das falsche Gesetz, zur falschen Zeit, am falschen Ort! Erstens wäre eine Modifikation des Urheberrechts viel sinnvoller. Zweitens schafft es Rechtsunsicherheiten bei der Durchsetzung. Drittens werden für Nutzer auf der Suche nach Informationen Hürden eingerichtet, die unnötig und umständlich sind.

Kein Zweifel: Google und andere Suchmaschinen haben ihren eigenen Profit im Sinn. Ein Wettstreit unterschiedlicher Unternehmen um verschiedene Geschäftsmodelle ist nicht nur gut, sondern auch wichtig, Aber dass dieser Wettstreit von der Regierung entschieden wird, ist mehr als seltsam. Mit dem Leistungsschutzrecht belohnt die Bundesregierung die Schläfrigkeit der Verleger. Sie haben es versäumt, eigene Innovationen zur Vermarktung ihrer Inhalte zu entwickeln.

Stattdessen schmollen sie nun, dass Google, Bing und Co ihnen 100.000 Klicks in der Minute bescheren, weil Besucher über Suchmaschinen auf ihre Artikel gelangen - was wiederum Werbeinnahmen durch Anzeigen beziehungsweise Banner generiert.

Nun ist das Gesetz auf dem Weg und wird unter Umständen in einen langen Rechtsstreit zwischen Aggregatoren - also den Sammlern von Informationen - und Verlegern münden. Verleger und Google können das sicherlich verkraften. Letztlich sind es die Nutzer, die die Konsequenzen zu spüren bekommen: Ihnen wird der einfache Zugang zu Informationen verbaut. Zudem ist es ein schlechtes Zeichen an alle Start-Ups und ihre Investoren: Der Geruch, den das Leistungsschutzrecht verströmt, verpestet das Klima für neue Ideen und Geschäftsmodelle in Deutschland.

Foto under CC by von crafterm

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf spd.de erschienen.

Twitter auf der Regierungsbank, eine Augenklappe für die Kanzlerin!


Die Kanzlerin ist strategisch so gerissen wie sie inhaltlich frei von Überzeugungen ist. Sie hält ihren Kopf nicht in den Wind. Frau Merkel mag keine Bewegung. Sie mag stetig eine schleichende Festigung ihrer Macht. Sie übernimmt Themen, wenn zu gesellschaftlichen Trends werden, schleift ihnen die progressiven Ecken ab und macht sie so, auch in konservativeren Kreisen der Mitte, konsensfähig. Den Instinkt für derartige Strömungen hat sie es beim Betreuungsgeld, der Energiewende und jüngst beim Mindestlohn unter Beweis gestellt. Forderungen, die die politische Konkurrenz  mit gesellschaftlicher Unterstützung an sie zu stellen droht, laufen so einfach ins Leere. Denn die Kanzlerin ist vor Ort, ehe sich ein Bündnis gebildet und eine Initiative geformt hat, um ein Thema zu besetzen. 

Jetzt wo die Piraten in Stadt und Land auf dem Vormarsch sind, erkennt Merkel, dass die Menschen nach echten Menschen lechzen; nach Politikern, die menschlich sind, die eine Meinung haben oder mindestens ein Gefühl.

2011 entdeckte der Merkel nahestehende Peter Altmeier Twitter für sich. Fortan spielte der designierte Umweltminister mit Freund und Feind Kommunikations-Ping-Pong im Internet. Man unterhielt sich mit Politikern und Interessierten auf Augenhöhe, kabbelte und flauschte sich ein bisschen. „Vielleicht ist die Union ja doch nicht so trocken und uncool wie man meinen mag“, dachte mancher, „Wenn schon ein vom Habitus so wenig cooler Mensch der Union so kommunizieren kann.“ Und tatsächlich ist Altmeier einer der was Aushält, der den Diskurs und die Debatte sucht. Und so war es Christ-Pirat Altmeier, der dann auch am Tag nach dem Seehoferschen Aussetzer diesen, vor der Presse, zu einem Versuch umdeutete, Transparenz zu schaffen.  Einen Tag weiter entließ Merkel ungewohnt eindeutig ihren einstigen Ziehsohn Röttgen und machte Altmeier zum Chef des Energiewendeprozesses. Damit wurde nicht nur ein originär grünes Thema zur Chefsache der Kanzlerin erklärt, darüber hinaus holte sie auch moderne Onlinekommunikation in Person Altmeiers ins Kabinett. 

Peter Altmeier wird nun also Umweltminister und Merkel hofft wohl, dass die 8-13 Prozent, die sich nach piratigem Lebensgefühl, nach Transparenz und Menschlichkeit sehnen, dass diese ein bisschen Augenklappe und Authentizität, eine Prise Menschlichkeit und Diskursfreude auf der Regierungsbank entdecken.

Foto under cc by giesenbauer on Flickr

Keine Haltung darf keine Stimmen kriegen!


Beim Angucken des Podcasts der Kanzlerin, wird in mir der Wunsch groß in den Monitor zu greifen und die Merkel zu schütteln. Ist in dieser Frau noch Leben drin? Wie kann man nur so unfassbar unbewegend sein? Da tut sich nichts. Als ob man ein minimalbewegtes Standbild mit einer monochrom klingenden Tonspur unterlegt; Ein Grundrauschen politischer Allgemeinplätze. So desinteressiert an Menschen darf die wichtigste Volksvertreterin nicht faseln. Wer fühlt sich denn dadurch vertreten? Vielmehr fühlt sich mein Hirn getreten, weil es ständig unterschätzt wird; als seien wir alle zu doof. Was die Merkel da redet schafft es nicht die Relevanzschwelle zwischen Ohr und Hirn zu überwinden. Da ist jede Sekunde ein Aufruf dafür, sich nicht für Politik zu interessieren. 
Hier in Berlin kann man sich nur wünschen, dass NRW den Röttgen mit einer klaren Botschaft zurückschickt: Wer keine Haltung hat, bekommt auch keine Stimmen.

Wie das klingt, zu zweit allein.

Manchmal möchte man ganz für sich sein. Zu zweit. Die Welt draußen lassen, sich die Decke über den Kopf ziehen und im Flüsterton miteinander sprechen. Man würde am Liebsten ein wenig der Stimmung in ein kleines Glas mit Drehverschluss füllen. Wenn dann die Welt um einen herum rattert, alles laut und unruhig ist, dann könnte man das Glas öffnen und es röche wieder nach Ruhe und nach zu Zweit allein sein. Vielleicht würde es auch leise Summen im Glas, ja es würde sicher summen. So wie es in dem Moment unter der Decke gesummt hat, als  man ganz allein zu zweit war und da kein Blatt Papier zwischen passte zwischen zwei Menschen und ihre Träume. So würde das klingen 

Foto under cc by tristesse deluxe

Erst wenn die letzte Behauptung verklungen und der letzte Präsident zurückgetreten ist, werdet ihr begreifen, dass es keine Kandidaten mehr gibt.

Seit zwei Tagen ist jetzt zu beobachten, wie sich Multiplikatoren und solche, die es werden wollen, aufschaukeln, aufschaukeln am Kandidaten Joachim Gauck, der mal was zu Sarrazin gesagt hat und zur Macht der Märkte und zu Hartz IV und sicher auch noch zu vielen anderen Themen, die nicht eben auf Zuspruch stoßen. 

Es ist wünschenswert und mehr als legitim, dass sich Bürger mit ihrem Staatsoberhaupt auseinandersetzen, es hinterfragen und auch kritisieren. Aber die Debatte, die sich unter dem Schlagwort #notmypresident auf Twitter seit gestern herausgebildet hat und die Beiträge, die auf Facebook zu lesen sind, haben oft nicht viel mit kritischer Reflexion zu tun, sondern sind vielfach nur das stumpfe Wiederkäuen alter Vorwürfe, die irgendwer irgendwann aus dem Zusammenhang gerissen hat. Die Aussagen müssen in ihrem Kontext gesehen und diskutiert werden, das ist dann eine veritable Diskussionsgrundlage. Das Netz zeigt aber derzeit, was es am besten kann: Aufschaukelung. Wenn die richtigen Knoten kräftig auf eine Stelle trommeln, dann beginnt es zu schwingen. Und eine Kommunikationskultur wie die auf Twitter oder Facebook, die die Verkürzung gewohnt ist, scheint zu vergessen, dass nicht jede Aussage – schon gar nicht jede politische – in 140 Zeichen passt. 

Die Lehre, die Gauck langfristig für seine Amtsführung daraus ziehen sollte: Er sollte ein Team aufbauen, das ihm solche Aufschaukelungen berichtet, damit er sie wahr- und mitnimmt und in seine Reden und seine Agenda einflechten kann. 

Kurzfristig ist zu hoffen, dass das Netz oder besser die Akteure, die sich in ihm bewegen, abwarten und zuhören, was der Präsident zu sagen hat, wenn er erst mal Präsident ist. Sonst könnte er irgendwann rufen: #nichtmeinVolk. Dann stünden wir doof da, mit dicken Backen und das zu Recht.

Denn neben den vielen Pflichten, die ein Präsident hat, hat er vor allem auch ein Recht! Ein Recht darauf, dass ihm die Menschen zuhören; länger als 140 Zeichen.

 

Aus dem Leben eines Schmerzensmanns

Meine Schulter an der kalten Wand gelehnt, sehe ich wie sie sich amüsiert. Sie tanzt nun schon seit einer Stunde. Sie tanzt zu Musik, die wir beide nicht mögen; zumindest hat sie immer gesagt, dass sie sie auch nicht mag. Sie tanzt und wirft die Haare durch die Luft, ihre nicht mal schulterlangen Haare sind mittlerweile ganz verschwitzt. Und das bunte Licht spiegelt sich auf ihrer verschwitzten Stirn. Sie hat Spaß und ich hänge hier fest.

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Von Strickjacken und Bankenprotesten

In den Feuilletons und Blogs findet gerade –Online wie Offline eine Debatte um den „modernen Mann“, den „Schmerzensmann“ oder, um es allgemeiner zu fassen um Geschlechterrollenstatt.
In den Artikeln und Kommentaren geht es um zunehmend emotionalere Männer, die sich ihrer Gefühle bewusst werden, die diesen Ausdruck verleihen, um Männer, die sich in Leben mit reflektiertem Ich hineinzufinden versuchen. Die Autorinnen und Autoren (es sind mehrheitlich Frauen)  beleuchten  –häufig zynisch mit der Zunge schnalzend– Männer, die auf der Suche nach ihrer Rolle strickjackentragend und humorlos zu scheitern drohen.

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